Die eigentliche Handlung des Films beginnt fünf Wochen vor Weihnachten. In verwobenen Episoden werden die Liebesgeschichten der verschiedenen Protagonisten bis zum Weihnachtsfest erzählt. Der Film eröffnet mit Begrüßungsszenen, die auf dem Flughafen London-Heathrow gedreht wurden. Während in Zeitlupe die liebevollen Begrüßungen der Menschen gezeigt werden, erzählt der Sprecher davon, dass „Liebe tatsächlich überall" sei. Der Film endet ebenfalls auf dem Flughafen, wo sich unter den begrüßenden Menschen auch die Protagonisten aus den einzelnen Episoden befinden. Dies alles wird von einem wunderbar aufspielendem Ensemble mit all der Leichtigkeit, die überhaupt nur möglich ist, vorgetragen. Um romantisch aber ohne kitschig zu sein, anstatt die Schicksale der einzelnen Protagonisten zu dramatisieren, werden die ganzen Geschichten locker flockig und mit nicht zu barsch wirkendem Humor erzählt.
Obwohl der Film aus so viele unterschiedlichen Geschichten besteht, wird der film nicht verwirrend, sondern man steigt da noch absolut durch. Denn in diesem Film wird man erstmal mit Bill Nighys Sarkasmus ins Wasser geworfen, tritt auch schon Colin Firth mit verschmitzten Lächeln auf den Plan, beobachtet man Liam Neeson mit schindlerscher Trauermiene wie er mit Emma Thompson am Telefon spricht(die ich seit "Stranger than Fiction" sehr verehre). Keine Zeit zu verschnaufen, es geht nahtlos weiter mit Heike Makatsch, die sich an Alan Rickman ranmachen will, da tritt auch schon Hugh Grant auf den Plan. Doch sich von seinem Charme als Premierminister zu erholen ist leider nicht drin, weil im nächsten Moment schon wieder die wunderhübsche, wenn auch gefährlich dünne Keira Knightley im Brautkleid vor einem steht. Und wenn nach langer Dürreperiode an neu eingefürten Rollen noch der britischste Brite aller Briten, Rowan Atkinson seinen Gastauftritt liefert, ist man dazu erweicht dem Film vor seine humortrockenen britischen Füsse zu fallen..
Um all diese wunderbaren und tragischen Geschichten geht es bekanntlich in „Tatsächlich... Liebe", die auf der narrativen Ebene immer wieder rudimentär zusammengeführt werden. Ein tatsächlich wunderbarer Film, der von echter Liebe zu erzählen weiß, ebenso von den Umwegen, die diese manchmal nimmt. Alles in allem ein absolut wunderschöner Film für die Adventszeit. Wahrscheinlich der Schönste.

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