Montag, 9. Januar 2012

A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

„A Beautiful Mind-Genie und Wahnsinn“ ist ein interessantes und aufregendes Drama von Ron Howard aus dem Jahre 2001 nach dem Leben von dem hochbegabten Mathematiker John Nash, wobei der Film sich natürlich einige Freiheiten nimmt. Für mich zählt es zu einem unglaublich schönen und berührenden Film.

Die Geschichte entwickelt sich recht komplex und dicht, verliert aber nie ihren Leitfaden aus den Augen. Der Film beginnt mit Nashs Studienzeit in Princeton, wo er bereits den Ruf eines Mathematikgenies genießt, aber ein Außenseiterdasein führt. In dieser Zeit lernt er auch seine Frau am Lehrstuhl kennen. Seit seinem Studium hat er eine schizophrene Psychose, die ihn immer mehr in den Wahn führt, er entschlüssele in geheimem Auftrag der amerikanischen Regierung Codes sowjetischer Agenten. Schließlich folgt der Zusammenbruch, Nash wird in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert. Als er wieder aus der Klinik nach Hause kommt, kümmert sich seine Frau um ihn, wird dabei aber selber an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Erst in den 1990er Jahren feiert er, von seiner Erkrankung weitestgehend genesen, ein vielbeachtetes Comeback, das schließlich im Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 1994 gipfelt.

Faszinierend ist die Tatsache, dass man in den ersten zwei Dritteln des Filmes nicht genau weiß, ob sich Nash seine Personen nur einbildet oder nicht. Das letzte Drittel offenbart, das Wahnvorstellungen auch in den Griff zu bekommen sind, auch wenn nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. Das Ende empfand ich ein wenig zu rühselig. Das fällt aber nicht sonderlich ins Gewicht, denn die Stärken überwiegen hier ganz klar: von glaubwürdigen Darstellerleistungen, über einen wirklich großartigen Score, der die Szenen mit steigender Präsenz einhüllt, bishin zu den Dialogen, die mich des öfteren zum nachdenken angeregt haben.

Russell Crowe spielt seine Rolle echt grossartig, vorallem dann wenn der Film so richtig in schwung kommt. Ed Harris ist ein toller Typ, passt bestens in seine Rolle and Jennifer Connelly ist ein gelungener Augenschmaus. Ich kann „A beautiful mind“ wirklich nur empfehlen – der Film ist interessant, ergreifend, tiefgründig und in manchen Szenen sogar richtig witzig. Da steckt einfach unheimlich viel drin, was ihn zu etwas besonderem macht. Insofern kann man sicher eine Parallele zwischen dem Film und der Psyche seines Protagonisten ziehen, wenn sich der große Inhalt beim Film auch in deutlich positiverer Weise darstellt. Oftmals den Tränen nahe, mitfühlend mit dem Genie und der wahren Geschichte dahinter führt dieser Streifen durch alle Emotionen die man fühlen kann - ein unglaublich schöner und berührender Film. Sollte man unbedingt mal gesehen haben...

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